Die ersten 25 Jahre

1969, 19. Juni: Im Cafe Kattenbeck spielen die "Schetty´s" zum Johannistanz. Drei Familien, die zum Teil Tenniserfahrung in Roth gesammelt hatten, kommen zu dem Schluß, daß es doch möglich sein müsste, in Allersberg einen Tennisverein zu gründen. Einen Namen hat man auch schon: Tennis-Club Johannis Allersberg. Die Namen der Initiatoren: Hanna und Erwin Gettler, Sigrid und Jochen Kretzschmar, Heidi und Walter Stepan.

1969, 22.-26. Juni: Man sucht nach Mitstreitern, die man schnell in Rudi Müller und Otto Winkler findet.

1969, 04. Juli: Im Bad-Cafe Richter (heute Calabria) findet eine Interessentenversammlung statt. Ca. 60 Allersberger Bürger bukunden ihr Interesse am weißen Sport, der noch kein Breitensport ist. Unterstützt werden die Vorbereitungen durch zwei Vorstandsmitglieder des TC Roth: Dem 1. Vorsitzenden Dr. Klaus Höfer und dem Kassenwart Willi Riffelmacher. Die Hilfe ist bei der Erstellung der Finanzpläne und den Gründungsvorbereitungen sehr wertvoll.

1969, 18. Juli: Der Tennis-Club Allersberg wird im Bad-Cafe Richter gegründet, die Satzung des Vereins verabschiedet und die erste Vorstandschaft gewählt. 1. Vorsitzender wird Erwin Gettler. Die weiteren Mitglieder sind an anderer Stelle - mit allen Nachfolgern - aufgezeichnet. Der Verein hat bei der Gründung 72 Mitglieder.

1969, August: Die Suche nach einem geeigneten Grundstück beginnt. Es sollten zunächst zwei Plätze gebaut werden. Angebote werden eingeholt und Finanzpläne erstellt. Aber ein Grundstück ist immer noch nicht gefunden. Die Marktgemeinde Allersberg mit ihrem Bürgermeister Josef Schön zeigt sich sehr kooperativ, aber es bietet sich nur ein Gelände an: Auf der Lampersdorfer Höhe, wo heute die Sirene steht. Dort wäre das Tennisspiel oft nach dem Roman gelaufen: Vom Winde verweht. Die Suche geht weiter, bis man auf das Gelände in der Polsdorfer Strasse stößt. Die Verhandlungen eines Vorstandsbeisitzer, Forstmeister K.H. Vangerow führen auch zum Erfolg, wobei Franz Kronenwetter jr. einen wesentlichen Anteil daran hat: Er empfiehlt seiner "Tante", Frau Helene Rupp, dem TCA das Gelände zu verpachten. Diese Zusammenhänge hat man im TCA allerdings erst viele Jahre später erfahren.

1969, September: Der Pachtvertrag ist notariell abgeschlossen. Der Bau kann beginnen. Die Fa. Otto beginnt auch unverzüglich, um die Plätze noch vor dem Winter fertigzustellen.

1969, 24. Oktober: Die Eintragung der genehmigten Satzung ins Vereinsregister beim Amtsgericht Hilpoltstein ist erfolgt. Ab jetzt heisst es: TC Allersberg e.V.

1969, 19. November: Drei Tage vor der Fertigstellung der Plätze kommt der grosse Schnee.

1970, 06. Februar: Im Bad-Cafe Richter feiert der TCA seinen ersten Faschingsball. K.H. Vangerow begeistert als Büttenredner und eine Altherren-Turnriege tritt auf.

1970, 15. Mai: Der Schnell ist endlich weggetaut und die Baustelle abgetrocknet. Der Fertigstellung der Plätze steht nichts mehr im Wege. Viele fleißige Mitglieder legen um die Anlage eine Drainage und erstellen gemeinsam mit einer Firma den Zaun.

1970, 17. Juni: Der weiße Sport ist endgültig in Allersberg eingezogen: Die Plätze werden für den Spielbetrieb freigegeben. Der Vorplatz des Schützenhauses wird später asphaltiert. Auf Betreiben des Schützenhaus-Wirtes, Franz Dotzer, wird auch eine Terrasse in Richtung Tennisanlage erstellt. Der TCA hat damit auch ein "Vereinslokal" für viele Jahre.

1970, 19. September: Es findet die offizielle Platzeinweihung statt.

1970, 25. November: Die Amtsperiode der Vorstandschaft wird auf 2 Jahre verlängert. Rudi Müller übernimmt das Amt des 1. Vorsitzenden. Ab 1971 soll eine Herrenmannschaft den Punktspielbetrieb aufnehmen.

1970, 19 Dezember: Im Schützenhaus veranstaltet der TCA seine erste Weihnachtsfeier. Die Ausgestaltung haben die "Mütter" übernommen. Die Kinder und Jugendlichen singen und führen ein Krippenspiel auf.

1971, April: Der Tennis Club Allersberg wird Mitglied im Bayerischen Landessportverband.

1971, Mai: Die Herrenmannschaft des TCA mit den Spielern Eckhard Altmann, Heinz Amann, Rüdiger Beckmann, Erwin Gettler, Rudi Müller und Dieter Übler beginnt mit den Punktspielen. Als Ersatzspieler stehen bereit: Richard Brandl, Michael Gettwart, Peter Gruber, Walter Stepan.

1971, 23. Juli: Freundschaftsspiel mit dem TC Grebenstein bei Kassel. Die Verbindung kam durch einen ehemaligen Allersberger, Otto Scheurer, zustande.

1971, September: Es finden die ersten Vereinsmeisterschaften bei den Herren statt. Sieger und damit 1. Vereinsmeister wird Heinz Amann.

1972, Februar: Der TCA nimmt erstmals am Allersberger Faschingszug teil.

1972, 19. November: Die Vorstandschaft wird um eine Damenwartin erweitert. Erste Inhaberin dieser Position wird Ruth Fischer. Die Mitgliederzahl übersteigt die 100er Marke. Drei gut besuchte Bälle sind Beweis für ein reges Vereinsleben. Beim Herbstball sorgt immer eine gut bestückte Tombola für zusätzliche Einnahmen. Um Spenden der Allersberger Geschäftsleute bemühen sich sehr erfolgreich die Damen des TCA.

1973, Mai: Eine Jugendmannschaft beteiligt sich an den Punktspielen.

1973, September: Erstmals spielen bei den Vereinsmeisterschaften auch die Damen mit. Siegerin wird Eva-Maria Kunz vor ihrer Schwester, Lore Ehrnsperger. Auch eine Jugendvereinsmeisterschaft wird zum 1. Mal ausgespielt. Bei den Mädchen gewinnt Gaby Fischer und bei den Knaben Peter Felkel. Mit Klaus Gettwart wird ein Jugendlicher Vereinsmeister bei den Herren.

1974, Pfingsten: Auf der Heimfahrt vom Tennistraining verunglückt unser Mitglied Gunter Rausch auf der Autobahn tödlich.

1975, Februar: Beim Faschingsball tritt zum 1. Mal das Herrenballett des TCA auf. Das unter der Leitung von Maren Henning stehende Ensemble sorgt für Begeisterungsstürme und ist für viele Jahre eine Attraktion bei den Faschingsbällen des TCA, so wie bei vielen anderen Veranstaltungen bei Vereinen und Firmen.

1975, Juni: Zu Ehren des im Vorjahr verunglückten Mitgliedes wird das Gunter-Rauscher-Gedächtnis-Turnier im gemischten Doppel ausgeschrieben. Es wird ein voller Erfolg und entwickelt sich in den nächsten Jahren zur inoffiziellen Kreismeisterschaft im Mixed.

1975, Juli: An Kirchweih wird das erste Freundschaftsspiel mit dem TC Rot-Weiss Wächtersbach der Auftakt zu einer 10 Jahre andauernde Vereinsfreundschaft.

1975, Herbst: Es keimt der Plan, zwei weitere Tennisplätze zu bauen. Die entsprechenden Gespräche mit der Marktgemeinde bringen die Ernüchterung. Eine Baugenehmigung wird wohl wegen des geplanten Sportzentrums nicht erteilt werden.

1975, 12. Dezember: Die Generalversammlung beschließt, den TCA ggfs. in das neue Sportzentrum zu Integrieren.

1976: Hr. Bürgermeister Ludwig Gmelch bemüht sich intensiv um eine Baugenehmigung für den Ausbau der Tennisanlage. Das Sportzentrum ist aus finanziellen Gründen in weite Fern gerückt. Die Vorplanung kann beginnen. Der Pachtvertrag wird verlängert und ein Vorkaufsrecht vereinbart. Ein Bauausschuss wird gegründet. Der Bau eines Vereinsheimes wird angedacht. Für die Saison 1977 wird eine 2. Herrenmannschaft gebildet.

1977, März: Auf einer außerordentlichen Generalversammlung werden die Weichen für die Baupläne gestellt. Es sollen 2 weitere Sandplätze und ein Gerätehaus gebaut werden.

1978: Mai: Eine Damenmannschaft greif in die Punktspiele ein. Die Baupläne müssen auf Herbst verschoben werden, nachdem auch die alten Plätze generalüberholt werden müssen.

1978, September: Die Saison wird vorzeitig beendet, damit am 2.10 die Bauarbeiten beginnen können. Herbert Leitner und Richard Feierler überwachen die Arbeiten, damit ein einwandfreier Unterbau gewährleistet ist.

1978, 11. Oktober: Aufgrund eines vereinsinternen Streites im Zuge der Baumaßnahmen tritt die gesamte Vorstandschaft zurück.

1979, 05. Mai: Rechtzeitig zum 10. Vereinsjubiläum wird die neue Tennisanlage eingeweiht und für den Spielbetrieb freigegeben. Der Bau eines Gerätehauses musste aus finanziellen Gründen zurückgestellt werden.

1979, Juni: Der TCA feiert seinen 10. Geburtstag.

1979, 12. Dezember: Die Generalversammlung beauftragt die Vorstandschaft, die Planung des Vereinshauses mit Geräteraum und Sanitären Einrichtungen einzuleiten.

1980, Mai: Unser Nachbar, SV Eintracht, hilft uns, dankenswerterweise, aus der Klemme und stellt dem TCA Kabinen für die Gastmannschaften zur Verfügung.

1980, Juni: Die 1. Herrenmannschaft wird ungeschlagen Erster in der Kreisklasse 3, steigt aber wegen Änderungen der Spielklassen nicht auf.

1980, Dezember: Bei der Generalversammlung werden die bisherigen Pläne wegen zu hoher Kosten verworfen. Es wird mit dem Schützenverein wegen eines Aufbaues auf das Schießhaus verhandelt. Auch ein Holzblockhaus kommt ins Gespräch.

1981, August: Es wird zugunsten eines Holzblockhauses entschieden. Das Baugenehmigungsverfahren wird eingeleitet.

1982, Juli: Der Bau des Clubhauses beginnt. Die Fundamentplatte wird betoniert.

1982, Oktober: Das Holzblockhaus wird aufgestellt. Durch eine kurzfristig notwendige Umplanung entsteht statt des Geräteraumes ein Clubraum. Herbert Leitner stiftet eine Doppelgarage, sodaß auch ein Gerätelager vorhanden ist.

1983, Mai: Unser Clubhaus wird offiziell eingeweiht und hat bis heute vieles zur Geselligkeit und zur Kameradschaft im Verein beigetragen.

1985, Pfingsten: Ein Höhepunkt im Vereinsleben: Durch die Kontakte von Peter Neuhofer bekommen wir Besuch aus Paris. 40 Gäste machen das Pfingstwochenende zu einem unvergessenen Erlebnis.

1986: 17. Mai: 21 TCA-ler starten zum Gegenbesuch nach Paris. Die zwei Tag in der Seine-Metropole werden allen Teilnehmern im Gedächtnis bleiben.

1986: Die 2. Herrenmannschaft steigt auf in die Kreisklasse 2.

1988: Die 1. Herrenmannschaft steigt nach jahrelangen vergeblichen Versuchen auf in die Kreisklasse 1. Eine Jungseniorenmannschaft greift in den Punktspielbetrieb ein und schafft sofort den Aufstieg in die Kreisklasse 2.

1989: Die 1. Herrenmannschaft bleibt in der Kreisklasse 1 ungeschlagen und steigt auf in die Bezirksklasse 2.

1991: Die Jungsenioren steigen auf in die Kreisklasse 1.

1992: Die Damen steigen auf in die Kreisklasse 3.

1994: Der von den 3 Bällen der Anfangszeit übriggebliebene Faschingsball fällt aus, mangels Beteiligung im Vorjahr. Die Juniorinnen steigen auf in die Kreisklasse 1.

Textherkunft: Herr Rudolf (Rudi) Müller, † am: 27.12.2005